Cloud-Computing und IT-Sicherheit: TrendTage von cirosec

TrendTage rund um aktuelle Themen im IT-Sicherheitsbereich veranstaltet der IT-Sicherheitsspezialist cirosec im September. Die Schwerpunkte liegen auf den Themen Cloud Computing, Applikations-Sicherheit und Nachvollziehbarkeit in der Administration. Die Veranstaltungen finden in Hannover (12.09.11), Köln (13.09.11), Stuttgart (14.09.11) und München (15.09.11) statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Bei den TrendTagen von Cirosec präsentieren nach einem Vortrag von Stefan Strobel, Geschäftsführer der cirosec GmbH, zum Thema Cloud Computing & IT-Sicherheit die Unternehmen Imperva („Datenschutz beginnt an der Quelle – ein ganzheitliches Konzept zum Schutz vor Insidern und Hackern“), Mykonos („Einbruchserkennung auf Applikationsebene“)und Cyber-Ark („Nachvollziehbarkeit in der Administration”) ihre Lösungen.

Weitere Informationen:

+49 (7131) 59455 60

daniela.strobel@cirosec.de

 

 

 

 

Qualys: Immer schon auf der Wolke

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Cloud-Computing-tauglich macht der IT-Sicherheitspezialist Qualys im Laufe dieses Jahres alle Module seiner Qualys-Suite. Dabei kann das Unternehmen seine Erfahrungen als On-Demand-Software-Pionier zur Geltung bringen.

Mit der neuen Security-as-a-Service-Plattform bietet der IT-Sicherheitsspezialist Qualys ein integriertes Framework für alle seine Anwendungen, unter anderem für seinen Schwachstellen-Analysator, sein Modul für Richtlinien-Konformität (Policy Compliance) und das Web-Application-Modul. Standardbasierte Integrationsmechanismen und Middleware verbinden den Browser, die jeweiligen Sicherheits-Anwendungen, sechs Plattform-Dienste und Engines, die Sicherheits- und Richtlinien-Daten der Benutzer, die Scanner und die QualysGuard KnowledgeBase.

Die neue Plattform bietet den Nutzern priorisiertes Job-Management, modulare Dienste für höchste Verfügbarkeit und Leistung, dynamische Analyse- und Reporting-Funktionen sowie Unterstützung für physische und virtuelle Appliances, die von Qualys – oder anderen Anbietern von Cloud-Lösungen – bereitgestellt werden.

„Wir haben über zwei Jahre daran gearbeitet, das neue Backend unter Einbindung von Open-Source-Technologien und in Kombination mit einem  Web 2.0 Frontend zu entwickeln“, erklärte Wolfgang Kandek, Chief Technology Officer (CTO)von Qualys gegenüber www.sicheres-cloud-computing.de.

Absoluter Vorreiter in Sachen Cloud

In der Tat kann Qualys in puncto Cloud Computing eine absolute Vorreiterrolle beanspruchen, setzt doch das Unternehmen seit seiner Gründung immer schon auf das Prinzip der Rechnerleistung „aus der Steckdose“, ganz gleich, welche unterschiedlichen Benennungen derartige On-Demand-Dienste in den letzten zehn, zwölf Jahren durchlaufen haben. Während viele große IT-Sicherheitswettbewerber von Qualys erst seit ein, zwei Jahren ihre bisherigen Unternehmenslösungen „in die Wolke“ heben und die dazu notwendigen Sicherheitsmechanismen wie Mandantenfähigkeit und Verschlüsselung nachimplementieren müssen, ist die Qualys-Suite immer schon in diese Richtung programmiert gewesen. „Wir verschlüsseln seit jeher die Daten unserer Kunden, sodass wir sie nur bearbeiten, nicht aber lesen können“, erklärt Wolfgang Kandek, Man verwendet dabei in der Regel eine symmetrische Verschlüsselung auf der Basis von Benutzernamen und Passwort.

W.Kandek

Qualys-CTO Wolfgang Kandek

 

Gartner bewertet QualysSuite mit „Strong Positive“

Verarbeitet werden die Daten in Rechenzentren in den USA und (für europäische Kunden) in der Schweiz. Die Qualys-Appliance steht dabei im Rechenzentrum, für die Clients, die überprüft werden, reicht ein gängiger Web-Browser. Auch große Firmen haben inzwischen nach Aussage des Qualys-CTO keine Probleme mehr damit, ihre Daten außer Haus zu geben, sondern sehen in erster Linie die einfache Implementierung der Prüfprozesse an neuen Standorten weltweit und die ökonomischen Vorteile einer solchen organisch gewachsenen Cloud-Lösung für IT-Sicherheit. Dass die Qualys-Suite nicht nur in der Art der Bereitstellung ganz vorne ist, sondern auch in der Mächtigkeit der Funktionen, zeigt die Bewertung des Marktforschungsunternehmens Gartner. Im „MarketScope for Vulnerability Assessment“ vom April 2011 erhielt Qualys zusammen mit drei anderen Anbietern die höchstmögliche Bewertung „Strong Positive“.

 

 

 

 

 

Sicheres Cloud-Computing

Wer Cloud Computing sagt, muss auch Cloud Security sagen. Die Virtualisierung von Anwendungen und ihre Bereitstellung als bedarfsgerecht abrechenbare Dienstleistung sorgen für günstige Skaleneffekte bei Verarbeitungskapazität und Kosten. Doch sie bringen auch neue technische Herausforderungen, nicht zuletzt im Bereich Sicherheit und Datenschutz.

Mit der Verlagerung der Daten und deren Verarbeitung in den Rechenzentren eines Dienstleisters wandern die vielfältigen Verpflichtungen der Dateneigner an die Integrität der Daten nicht mit den Daten zusammen in die „Wolke“, sondern bleiben ganz klar auf der Erde. Für die Sicherheitsverantwortlichen in den Unternehmen und in den Organisationen wachsen damit noch einmal die Aufgaben. Sie müssen durch geeignete Maßnahmen dafür sorgen, dass die Daten, die in fremde Hände gegeben werden, dort gut aufgehoben sind. Für den Dateneigner kann das eigentlich nur heißen, dass Vertrauen gut ist, Kontrolle aber besser.

Der Dateneigner kann die Kontrolle am besten behalten, wenn er die Oberhoheit über seine Daten nicht aus der Hand gibt. Das geht nur mit einer Verschlüsselungslösung, bei welcher der Schlüssel „im Haus bleibt“. Nötig sind dazu ein Schlüsselmanagement, mit dem verschlüsselte Daten und die Schlüssel selbst streng getrennt aufbewahrt werden. Der Provider darf keinen Zugriff zu den Schlüsseln haben. Am besten sollte der Dateneigner den Schlüsselserver selbst verwalten, als zweitbeste Lösung ist die Beauftragung eines Dienstleisters für IT-Sicherheit möglich. Auf keinen Fall darf der Provider Zugriff auf die Schlüssel haben, er sollte immer nur die verschlüsselten Daten sehen können.

Verschiedene Sicherheitslevels in der Public-und der Private-Cloud

Verschlüsselte Daten machen Cloud Computing sicher, aber die Sicherheit hat ihren Preis. Zumindest Stand schränken verschlüsselte Daten die Weiterverarbeitung ein. So sind beispielsweise schon Suchanfragen nicht möglich, es sein denn man entschlüsselt die Daten, was dann schnell wieder eine Sicherheitslücke darstellen kann.

Für eine Private Cloud gibt es mittlerweile agentenbasierte Lösungen (unter anderem von TrendMicro und SafeNet), auf deren Basis der jeweilige Dateneigner die Kontrolle über Verschlüsseln und Entschlüsseln behalten kann. Für die beliebten, weil preisgünstigen Public-Cloud-Lösungen à la Salesfroce.com sind solche Lösungen kaum vorstellbar. In solchen Anwendungen muss man sich deshalb sehr genau überlegen, was man verschlüsselt – Adressen und Namen wohl eher nicht, wohl aber Bankkonten oder Kreditkartendaten.

Als Sicherheitslösungen in der Public Cloud werden beispielsweise Proxys angeboten, die den Datenstrom analysieren und dann verschlüsseln. Grundsätzlich muss aber dieser Datenstrom, wenn eine Verarbeitung der Daten in der Cloud ansteht, immer entschlüsselt werden, sodass der Endbenutzer sich auf die Kompetenz und Integrität von Dienstleistern, die Proxy-Lösungen anbieten, verlassen muss.

Vorsorge für den totalen Datenverlust

Ein sicheres Schlüsselmanagement ist also für Cloud Computing (über-)lebensnotwendig. Wichtig ist aber auch die existenzielle Sicherung der Daten. Die Daten sind bei Providern zwar in der Regel mehrfach gesichert, aber sie sind natürlich nicht hundertprozentig sicher Jedes Unternehmen sollte sich also Gedanken zu effizienten Sicherungs- und Aufbewahrungsmechanismen machen, denn ein Totalverlust der Daten ist in keinem Service Level Agreement vorgesehen.

Jürgen Höfling